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Zwischen Ikea-Wahn und Heino-Parodie

Trierer Volksfreund vom 02.02.2014

Einen kurzweiligen Abend haben die beiden Kabarettisten Peter Frohleiks und Tobias Willmann ihrem Publikum in der Tufa beschert. Unter dem Titel "Kontrollversuch" bereiteten sie in einer bunten Mischung aus szenischem Spiel, Tanz, Gesang und Pantomime aktuelles Zeitgeschehen wie auch Themen aus Familien- oder Beziehungsalltag auf.

Trier. Das hat etwas von einem Boygroup-Auftritt: Die zwei in Anzüge gekleideten Herren Tobias Willmann und Peter Frohleiks tanzen mit synchronen Bewegungen über die Bühne und singen zu "Die Da" von den Fantastischen Vier. Da sitzt und passt alles. Kein Wunder, die zwei sind in Spiel, Musik, Tanz und Bewegungstheater an der Sporthochschule Köln ausgebildet worden und haben bereits früher erfolgreich zusammengearbeitet. Von 2001 bis 2008 waren sie im Kabarett-Trio "Männerkulturen" unterwegs. Im Die-Da-Song erzählen sie, wie sie inzwischen Familien gegründet haben. Das war Grund für Willmanns Auszeit, liefert jetzt aber auch jede Menge Stoff fürs Wiedervereinigungsprogramm. Das Duo breitet in Spielszenen, Dialogen oder umgedichteten Schlagern genüsslich aus, wie drastisch sich das Leben eines Mannes durch Familie ändert. Er muss ständig Umzüge organisieren, weil das weibliche Familienoberhaupt nach diversen Ikea-Umtauschaktionen immer noch gravierende Nestbau-Mängel beklagt.

Wahnsinn des Männerlebens

Das Duo widmet sich auch dem Wahnsinn im Männerleben außerhalb der Familie. Da gibt Frohleiks eine Glanzvorstellung als Heino, der seine schwarzbraune Haselnuss in martialischen Rockklängen besingt. Beide zusammen liefern eine grandiose Sportreportagen-Nummer als Banker, die so lange mit von Angela Merkel bewilligten Hilfsgeldern zocken, bis wieder eine gigantische Blase platzt. Schön bissig geraten ist auch ihr Auftritt als Pauschaltouristen in Ägypten, die gegen den "lästigen" Aufstand dort protestieren oder ein Protestsong Berlusconis gegen seinen Ausschluss aus dem Parlament. Die Themenvielfalt macht das Programm ebenso kurzweilig, wie die vielen Stilmittel zur Umsetzung, darunter Gesang, Musikparodie, Pantomime, dialogisches oder synchrones Sprechen. Die beiden Kabarettisten geben vollen Körpereinsatz, stark sind sie vor allem tänzerisch. Mit einer geschmeidigen Rumba entfachen sie größte Begeisterung. Sehr gut kommt auch ihr mimisches Talent an, das in der Darstellung zweier tratschender Freundinnen oder eines über Putin witzelnden Schwulenpärchens Höhepunkte erlebt. ae


 

Selbst vor Heino keinen Respekt

Kölner Stadtanzeiger vom 04.11.2013 

Peter Frohleiks und Tobias Willmann haben mit ihrem Kabarettprogramm "Kontrollversuch" im Pulheimer Walzwerk das Publikum begeistert. Zu fröhlicher Pub-Musik stampften die Spaßvögel tanzend über die Bühne.  Von Ruth Lütz-Bedorf

 

Pulheim: An der Zugabe arbeiten wir noch“ , sagt Peter Frohleiks und verweist auf die eigentliche Premiere am nächsten Sonntag im Kölner Bürgerhaus Stollwerck. Zusammen mit Tobias Willmann hat er soeben mit „Kontrollversuch“ im Pulheimer Walzwerk eine gut zweistündige Vorpremieren-Vorstellung geboten, die die zahlreich erschienenen Zuschauer restlos begeistert hat.

Die Kabarettisten hatten sich schon von 2001 bis 2008 zusammen mit Theo Vagedes im Trio „Männerkulturen“ einen Namen gemacht. In der Zwischenzeit war Frohleiks als Solokünstler erfolgreich, Willmann legte eine familiäre Pause ein. Auskunft über diese letzten Jahre und ihr verändertes Familienleben geben sie in einem fulminaten Rap, mit dem sie in ihr Programm hineinspringen. Und aus ihren neu gewonnenen Erfahrungen im Zusammenleben mit Kindern wissen sie – beispielsweise über Kindergeburtstage und Strandurlaube – die schönsten komödiantischen Funken zu schlagen.

Ihre Themen finden Frohleiks und Willmann im kleinen und größeren alltäglichen Geschehen – von Beziehungsfragen über die Finanzkrise bis zum Aufstand in Ägypten. Mit Gesangs- und Tanzeinlagen persiflieren sie allseits bekannte Absurditäten. Wunderbar gelingt ihnen dabei etwa die bizarre Wandlung des alt gewordenen Heinos zum Rocker. In bizarren Sprüngen, unterstützt von waberndem Nebel, schmettert Peter Frohleik mit Blondschopf und Sonnenbrille: „Hier kommt die Haselnuss!“?Die beiden Kabarettisten kennen sich schon seit Studienzeiten. An der Deutschen Sporthochschule in Köln engagierten sie sich im Bereich Spiel-Musik-Tanz/Bewegungstheater. Diese profunde Ausbildung, gepaart mit langjährigem Training und vielfacher gemeinsamer Arbeit, befähigt sie zu perfektem Zusammenspiel.

Zu fröhlicher Pub-Musik („Whiskey in the Jar“) stampfen die Spaßvögel tanzend über die Bühne. Sie mimen zwei irische Banker, die sich über 14 Milliarden Euro freuen, die die dumme EU ihnen soeben überwiesen habe: ein kabarettistisches Paradestück. Hier hatte dem Duo wieder einmal die Realität die Steilvorlage geliefert. Wie ein Telefon-Mitschnitt bewies, hatten mit „neuer Tag, neue Milliarde“ seinerzeit irische Bankmanager tatsächlich die Finanzaufsicht verhöhnt und sich über die EU-Bankhilfen lustig gemacht.

Immer wieder nutzen die Künstler bekannte Ohrwürmer, unterlegen sie mit persiflierenden Texten und karikieren so zur Freude des Publikums allseits bekannte Missstände, so etwa mit dem Höhner-Song „Die Karawane zieht weiter“, den sie ummünzen in „Dat Kapital, dat zieht weiter, der Weltmarkt hät Doosch!“.

Marco Seypelt, der Leiter des Walzwerk-Theaters, sorgte für die perfekte Bühnentechnik und unterstützte so die „Kontrollversuch“-Truppe, zu der als Regisseure noch Uwe Schuran und Herbert Hasters gehören. 

 


 


"Iron Man am Bügelbrett"
07.03.2010, Niedersächsische Allgemeine Zeitung
"Ein echter Eisenbeißer, dieser Mann, der den Bügelblues überwunden hat und mit seinem Soloprogramm „EinMannKultur“ der Welt eins überbügelte. Mit hoher Pointendichte, geistreich und sprachlich versiert erzählte und sang sich Frohleiks ganz schnell in die Herzen der Zuschauer. Atemlos und atemberaubend hatte Frohleiks so viele Themen auf Lager, dass einem schwindelig werden konnte. ... Mit Charme und Unschuldsmiene bot Frohleiks eine reife Leistung. Hinter der Maske von subtiler Boshaftigkeit und intelligentem Sprachwitz tischte er eine mit Ironie und Sarkasmus durchsetzte Weltsicht auf und traf mitten in Herz und Hirn. Eine Kombination, die man in der neuen deutschen Comedy-Generation meist vergeblich sucht."


"Brett vorm Kopf, Sieg in der Tasche. Jung, hipp, verantwortungslos"
08.02.2010, Cellesche Zeitung
"Frohleiks bewies wirkliche Entertainer-Qualitäten und bot inhaltreiches und musikalisches Kabarett mit sportlicher Frische ... Wahnsinn ist Frohleiks als Meister der Parodien und Dialekte ...  Er surfte und ruderte, rodelte und nahm körperlich wie inhaltlich locker die Wellen, ohne jedoch den Tiefgang zu vergessen. Immer flink. Mit der Haltungsnote 10 ... Da stand er, der gewitzte Gewinner des kühlen Kalküls. Jung, hipp, verantwortungslos, tanze wie ein Derwisch und bot sein teuflisches Siegerlächeln. "Ja, ja, tri tra trullalla, Kasperle ist wieder da". Das war stark. Und irre: Man jubelte ihm abermals aus vollster Überzeugung zu."


"Ein Bügelbrett für alle Fälle"
Kölner Stadt-Anzeiger, 01.03.2009

"Da wird Berlusconi auf köstliche Weise imitiert und zum Helden erkoren - gute Satire. Reich-Ranicki lässt er mit schmetternder Stimmgewalt Bedeutungsvolles sagen - schöne Persiflage. In Rosis Kneipe treffen sich der Bayer, der Norddeutsche, der Berliner und der Ruhrpottler zum Stammtischgespräch - bitterböse Komik, bei der man zuweilen vergisst, dass nur ein Mann auf der Bühne steht. ... Doch abwechslungsreich kommen nicht nur Themen, Texte und stimmliches Timbre daher.
Ob im Zeitlupentempo oder beim Diskobeat: Frohleiks sorgt darüber hinaus mit ausgefeilter Bewegungskultur für Facettenreichtum. "

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"Ein Mann, ein Bügelbrett"
Borbecker Nachrichten, 19.02.2009
„Körperbetontes Spiel ... scharfer Polithumor ... Beziehungsanekdoten ... ein Heidenspaß  ... Abwechslung ist garantiert."

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"Auf dem Bügelbrett durch Krisen surfen"
Trierischer Volksfreund, 22.03.2009
"Um mit einer Ein-Mann-Show das Publikum zu packen, braucht es Ideen, Entertainerqualitäten und Talente. Von allem hat und gibt Peter Frohleiks, der sympathische Ruhrpöttler mit dem verwuschelten Schopf, reichlich ...  versteht er es, Inhalte wie Flüchtlingsproblematik oder Rechtsradikalismus so zu verpacken, dass sie den Zuschauer übers Lachen berühren und beschäftigen. Das spritzige und komplex-gehaltvolle Kabarett mit parodistischen und musikalischen Elementen unterhielt bestens."
Hier der Link zum  Trierischer Volksfreund.

 

 

Auszug aus den Borbecker Nachrichten, 19 Februar 2009

„Ein Mann, ein Bügelbrett: Das bedeutet Strapazen für die Lachmuskeln. Zumindest wenn Kabarettist Peter Frohleiks der Mann mit dem Bügelbrett ist. ... Frohleiks hat das Brett aufgemotzt. Von Querstreben und Kettenhemdenkompatibilität erzählt er voller Inbrunst und Stolz und demonstriert den „unvergleichlichen Sound“ seines Bügelbretts beim Aufbauen. ... Mal singt er im Grönemeyer-Stil ein Liebeslied an das Bügelbrett und benutzt es als Mikrofon, Keyboard und Tanzpartner, mal wird das Bügelbrett zur Wirtshaustheke, mal zum Spiegel und mal rodelt er darauf wie auf einem Schlitten ... sehr viel körperbetontes Spiel. ... Seine fehlenden Mitstreiter aus Männerkulturen-Zeiten ersetzt Frohleiks spielend. Schon alleine dabei zuzusehen ist ein Heidenspaß. Thematisch bewegt sich Frohleiks in dem Bereich, in dem er auch mit den Männerkulturen Zuhause war. Er bietet eine bunte Mischung aus Beziehungsanekdoten, bei denen auch gern das Publikum mit einbezogen wird und scharfem Polithumor, bei dem Finanzkrise, Bundesregierung und Pisa-Studie gleichermaßen ihr Fett wegkriegen. Abwechslung ist garantiert – da bleibt kein Auge trocken. Highlights sind so eindeutig seine Rolle als Haider - verehrender Österreicher - bissig bissiger, Frohleiks! – und seine Darstellung eines Marcel Reich- Ranicki, der eine Call-in-Show im 9 Live - Format moderiert und von Thomas Gottschalk als Telefonjoker angerufen wird. Grandios – die Zuschauer konnten sich vor Lachen kaum auf den Stühlen halten. Frohleiks bekam beste Reaktionen auf seine Kabarett-Kostproben.“